🆕 Neuer Name: Wellenwerk heißt jetzt RigVibe. Gleiches Programm, neues Logo – beim Update übernimmt RigVibe Einstellungen, Logbücher und die Fensteranordnung automatisch.
Ich habe mir ein eigenes Programm für die Funkstation gebaut: RigVibe. Die Idee war einfach – ich wollte nicht mehr fünf verschiedene Programme gleichzeitig offen haben, um das Funkgerät zu steuern, QSOs zu loggen, FT8 zu machen, in den Wasserfall zu schauen und nebenbei noch den DX-Cluster im Blick zu behalten. RigVibe bringt das alles unter ein Dach – frei, kostenlos und für Windows, macOS und Linux.
Das Besondere daran: RigVibe habe ich mit Hilfe von Claude Code, der KI von Anthropic „vibegecodet“. Ich beschreibe, was ich mir wünsche, die KI schreibt den Code, und ich teste alles an meiner Station und an Empfängern im Internet. So ist in kurzer Zeit ein ziemlich großes Programm entstanden – für mich selbst immer noch erstaunlich.
Wichtig: RigVibe ist noch eine Alpha-Version. Vieles funktioniert schon richtig gut, aber es wird noch Ecken und Kanten geben. Genau dafür freue ich mich über jede Rückmeldung!
🎛️ Gerätesteuerung
Über Hamlib unterstützt RigVibe mehr als 300 Funkgeräte – auch mehrere gleichzeitig. Du bekommst eine große Frequenzanzeige, VFO A/B, Split, RIT/XIT, alle Regler und Schalter deines Geräts, Abstimmskalen je Band, Speicherkanäle, Scanner, Makros und einen Panadapter. Das Gerät lässt sich für andere Programme freigeben (z. B. WSJT-X oder per TS-2000-CAT-Emulation), und mit Fernbetrieb-Audio funkst du auch aus einem anderen Raum oder von unterwegs.

Den Sendepegel zur Soundkarte stellst du für jedes Funkgerät einzeln ein – jede Soundkarte ist anders. Er gilt für Digitalbetrieb, APRS, SSTV und Funkruf, im Browser genauso wie am Handy. RigVibe sendet nur, wenn der Ton wirklich bei der Soundkarte ankommt, und beendet eine hängende PTT von selbst.
Über die TCI-Schnittstelle steuern Programme wie Log4OM, N1MM+ oder JTDX das Funkgerät direkt über RigVibe – inklusive CW-Text und Spots, die im Wasserfall erscheinen.
S-Meter, Leistung und SWR gibt es als echte Zeigerinstrumente – klassisch beleuchtet wie an älteren Funkgeräten, modern dunkel, als LED-Balken oder als Kreuzzeiger, bei dem du das SWR am Schnittpunkt der Zeiger abliest. Hört RigVibe Digitalfunk, steht wie bei einem DMR- oder D-STAR-Gerät unter der Frequenz, wer gerade spricht: Rufzeichen, Name, Sprechgruppe.
Und wer lieber an Knöpfen dreht: Ein MIDI-Pult oder DJ-Controller wird zur Bedienkonsole. Das Jogwheel stimmt ab, die Fader regeln Lautstärke und Rauschsperre, die Tasten schalten PTT, Band und Betriebsart – eingerichtet mit einem Assistenten in einer Minute, ganz ohne Treiber.
📻 Quansheng UV-K1 und UV-K5 V3 komplett aus RigVibe
Dein günstiges Handfunkgerät wird zum Teil der Station: RigVibe bringt eine eigene Firmware mit – F4HWN Fusion mit allen Funktionen, dazu die Steuerung über das USB-C-Kabel. Frequenz, Betriebsart, Sendeleistung, Rauschsperre und sogar die Sendetaste steuerst du direkt aus RigVibe, ganz ohne VOX oder Zusatzkabel für die PTT. Eine Bandübersicht zeigt dir, was auf dem Band los ist, und der Tonausgang hat einen festen Pegel für die Soundkarte – egal, wie der Lautstärkeregler steht.
Das Aufspielen erledigt RigVibe selbst, Schritt für Schritt: Funkgerät aus, Sendetaste halten, einschalten, Kabel dran – RigVibe erkennt das Gerät und spielt die Firmware in etwa 30 Sekunden auf. Einstellungen, Speicherkanäle und der Abgleich bleiben erhalten.
Der Mikrofoneingang des Handfunkgeräts ist sehr empfindlich, deshalb steht der Sendepegel beim Quansheng von Haus aus auf 4 %. Gemessen mit USB-Soundkarte und zwei Massetrennfiltern kommt APRS damit sauber an – ohne Knacken und ohne Brumm.
Nur ein Kabel: Ton und Daten laufen direkt über USB-C – ohne Soundkarte, ohne APRS-Kabel, ohne Interface. APRS, Packet, SSTV, KG-STV, RTTY, PSK, Olivia und viele weitere Betriebsarten funktionieren damit sofort. Neue Firmware spielt RigVibe ebenfalls über das Kabel ein, ganz ohne Tastendrücken.
Das kleine Handfunkgerät macht sogar FT8, FT4 und JS8 in USB – direkt mit dem Sender, so wie eine große SSB-Station, feinstufig über die FSK-Einheit des Funkchips – und sendet echtes CW. Über einen Breitband-Weg kommt das Signal des Funkchips ungefiltert über USB-C. Damit liest RigVibe Packet mit 9600 Baud, POCSAG-Funkrufe sowie Schiffe (AIS) und Wettersonden direkt vom Handfunkgerät. Erweiterungen (Plugins) können den Quansheng unter bestimmten Voraussetzungen in beide Richtungen über USB-C nutzen – was sie damit machen, bestimmt die jeweilige Erweiterung. Text-, Bild- und Datenbetriebsarten über USB-C habe ich über Funk in beide Richtungen geprüft. Wie das alles geht, zeige ich Schritt für Schritt im eigenen Artikel RigVibe und die Quansheng-Handfunkgeräte.

📶 Relais im Umkreis, Bandscan und Suchlauf
Gerade mit einem Handfunkgerät ohne Wasserfall willst du schnell wissen, wo etwas los ist. Das Fenster Relais & Suchlauf zeigt alle Relais im Umkreis mit Betriebsart, Ablage und Ton – ein Klick stimmt ab, bei Digitalfunk liest RigVibe gleich mit. Der Bandscan misst mit dem Quansheng das ganze 70-cm-Relaisband in etwa zwei Sekunden und listet, was gerade sendet. Und der Suchlauf geht die Relaisliste oder deine eigenen Frequenzen durch und bleibt dort stehen, wo gerade gefunkt wird – wie bei einem Scanner.

🧭 Wasserfall, Spektrum und Bandplan
Springst du in ein anderes Bandsegment oder auf eine bekannte Digi-Frequenz, stellt RigVibe Betriebsart und Filter selbst ein – nach dem IARU-Bandplan deiner Region. Eine Frequenzliste für FT8, FT4, JS8, WSPR, PSK31, RTTY, Olivia, SSTV, FreeDV und CW-QRP spart das Suchen.
Wasserfall mit Rahmen: Der Durchlassbereich erscheint als Rahmen im Wasserfall und passt sich Betriebsart und Filter an. Ein Klick aufs Signal legt den Rahmen genau darüber. Beim Hineinzoomen wird die Auflösung feiner, Skala und Wasserfall gehen mit.
Das Spektrum über dem Wasserfall läuft mit 30 Bildern pro Sekunde (wahlweise 60) und gleitet weich – auch auf meinem langsamen Windows-Laptop.
Spots aus dem DX-Cluster sowie von POTA, SOTA und WWFF stehen mit Rufzeichen und Landesflagge direkt im Wasserfall – ein Klick, und du bist auf der Frequenz. Den Cluster filterst du nach Wunsch: Ausschlussliste, nur DX, und im Contest schlägt RigVibe Alarm, wenn ein Spot ein neuer Multiplikator wäre.
Ein älteres Notebook mit Intel-Onboard-Grafik reicht: Gemessen auf einem Core i5 der achten Generation braucht RigVibe mit laufendem Wasserfall nur rund 14 Prozent eines Prozessorkerns. Der Wasserfall wird auf der Grafikkarte gezeichnet, in voller Bildschirmauflösung: Kurze Signale wie CW-Punkte oder FT8-Töne bleiben scharf getrennt. Und jedes Band merkt sich seinen eigenen Ausschnitt, Kontrast und Helligkeit.
Mehr Platz, mehr Details: Auf einem großen Monitor zeigt RigVibe mehr Fenster und Spalten statt alles zu vergrößern, auf dem Laptop entsprechend weniger – mit eigener Anordnung je Bildschirmgröße.

🎧 Rauschfilter mit KI
Störimpulsaustaster, Rauschminderung wahlweise spektral oder per KI (RNNoise), Auto-Notch gegen Pfeiftöne und eigene Notches per Rechtsklick im Wasserfall – für jede Tonquelle, vom eigenen SDR über KiwiSDR und OpenWebRX bis zum Funkgerät, dessen Ton über die PC-Soundkarte läuft. Im Test mit Sprache sank das Rauschen in den Pausen um 15 bis 20 dB, ohne die Sprache leiser zu machen.
Im Digitalbetrieb schaltet RigVibe Störaustaster und Rauschminderung im Funkgerät automatisch aus und bei Sprache wieder ein.

🎙️ Sendeton, Sprachspeicher und Rekorder
Dein Mikrofon bekommt eine komplette Aufbereitung: Rauschsperre, Equalizer, Kompressor, Sprachprozessor und Begrenzer, dazu VOX und Abhören – mit fertigen Einstellungen für SSB, DX oder gemütliche Runden. Der Sprachspeicher nimmt bis zu sechs Durchsagen auf und ruft auf Wunsch CQ in einer Schleife: senden, hören, wieder senden, bis jemand antwortet.
Mit der Taste Aufnahme in der Werkzeugleiste nimmst du den empfangenen Ton auf – vom Empfänger direkt oder vom Funkgerät über den Soundkarten-Eingang. Jede Aufnahme wird mit Frequenz, Betriebsart und Gerät gespeichert, lässt sich benennen und über den Lautsprecher anhören. Oder du spielst sie auf Sendung ab und zeigst der Gegenstation, wie sie bei dir ankommt – mit PTT wie beim Sprachspeicher, Esc bricht ab.

📡 Digitalbetrieb, Digitalfunk und FreeDV
Die Signalerkennung erkennt SSTV schon nach vier Sekunden, dazu FreeDV RADE und die anderen FreeDV-Arten am Symboltakt. Läuft ein SSTV-Bild schon, erkennt RigVibe den Modus am Zeilentakt und dekodiert ab dort – auch ohne den Vorspann am Bildanfang.
RigVibe beherrscht FreeDV RADE – die digitale Sprachübertragung mit neuronalem Netz, die auch bei schwachem Signal noch natürlich klingt. Der FreeDV Reporter zeigt, wer gerade in FreeDV aktiv ist.
DMR, D-STAR, YSF und M17 dekodiert RigVibe auch dann selbst, wenn ein OpenWebRX-Server den passenden Dekoder nicht anbietet – und mit der Betriebsart Digitalfunk sogar aus dem Ton einer Soundkarte oder direkt vom Quansheng über USB-C: RigVibe erkennt selbst, was gesendet wird, und zeigt Rufzeichen, Sprechgruppe und Relais. M17 spielt RigVibe dabei auch hörbar ab (Codec2) – und sendet es auch: sprechen, RigVibe kodiert in Echtzeit und gibt das Signal über die Soundkarte an das Funkgerät.
FT8 und FT4 laufen jetzt direkt im Digitalbetrieb: Alle 15 Sekunden erscheinen die gehörten Stationen, und zum Antworten tippst du den Text ein – RigVibe sendet pünktlich im nächsten Zeitschlitz. Dazu kommt JS8, die Chat-Betriebsart von JS8Call, in allen vier Geschwindigkeiten: CQ, direkte Anfragen und Freitext, mehrteilige Nachrichten setzt RigVibe automatisch zusammen.
QSO mit einem Klick: Im Fenster FT8/FT4 klickst du einfach auf eine Station, die CQ ruft – den Rest erledigt RigVibe. Anruf, Rapport, Bestätigung und 73 gehen jeweils im richtigen Zeitschlitz raus, passend zu dem, was die Gegenstation zurückschickt. Am Ende steht das QSO mit Rapporten und Locator im Logbuch. Mit CQ rufen geht es auch andersherum: RigVibe ruft CQ und antwortet dem ersten Anrufer. Stationen, die du auf diesem Band in dieser Betriebsart schon im Log hast, zeigt RigVibe blass mit B4 an. Beim CQ-Ruf übergeht es sie, und klickst du so eine Station an, fragt es vorher nach – so rufst du niemanden doppelt an. Für Contests schaltest du das mit Doppelte zulassen ab. Das klappt mit jedem Funkgerät – und auch mit dem kleinen Quansheng.



Mit KG-STV schickst und empfängst du digitale Bilder – die Betriebsart, die auch von der ISS bekannt ist. Kleine Bildblöcke mit Fehlerschutz, so dass das Bild auch bei schwachem Signal Stück für Stück vollständig wird.

Der Baken-Monitor hört die 18 NCDXF/IARU-Baken ab: Du siehst live, welche Bake du mit welchem Signal-Rausch-Abstand hörst und bis zu welcher Leistungsstufe – auf Wunsch alle Bänder nacheinander. So weißt du auf einen Blick, wohin das Band gerade offen ist.

WebSDR als Eingang: Hörst du gerade über einen Empfänger von websdr.org mit, nimmt der Digitalbetrieb dessen Ton direkt als Eingang – APRS, RTTY, FT8 und Co. dekodiert RigVibe dann ohne Umweg über virtuelle Kabel.
🔌 Eigene SDRs: RTL-SDR, HackRF, Pluto, Hermes Lite 2
RTL-SDR (auch der V4 auf Kurzwelle) und HackRF One laufen direkt am USB, ganz ohne Zusatzprogramm. Wer eine Lizenz hat, kann mit dem HackRF One und dem Hermes Lite 2 auch senden – Mikrofon, FT8 und andere Digimodes, SSTV. RigVibe sendet dabei nur innerhalb der Amateurfunkbänder. Beim HackRF gehört ein Oberwellenfilter an den Ausgang.
Der ADALM-Pluto funktioniert auch über das Netzwerk und wird automatisch gefunden. Unter Windows richtet RigVibe den Treiber für RTL-SDR-Sticks per Knopfdruck ein – ganz ohne Zusatzprogramm.
Mit eigenen SDRs wie RTL-SDR, HackRF oder Pluto liest RigVibe außerdem Funksensoren mit: Wetterstationen, Thermometer, Reifendruck, Rauchmelder und Funkzähler.
QO-100 mit dem Pluto: Mit einem ADALM-Pluto und einem LNB wird RigVibe zur QO-100-Station: Du stimmst auf dem Downlink ab, gesendet wird automatisch auf dem Uplink – und dein eigenes Signal siehst du gleichzeitig im Wasserfall. Die Drift des LNB gleicht RigVibe selbst über die Bake aus, der Bandplan des Transponders ist eingebaut, und die QSOs landen als Satelliten-QSO im Logbuch.
Schiffe, Wettersonden und UKW-Radio: Mit RTL-SDR, HackRF oder Pluto dekodiert RigVibe AIS – Position, Name und Ziel der Schiffe – und die Wettersonden Vaisala RS41 des Wetterdienstes mit Seriennummer, Position, Höhe und Steigrate selbst. Alles landet im Fenster Datenempfang und auf der Weltkarte, Sonden mit ihrer Flugbahn. Und in der Betriebsart WFM wird der SDR zum UKW-Radio mit vollem Klang und RDS: Sendername, Programmart und Radiotext stehen direkt unter der Frequenz.



📍 APRS und Packet Radio
APRS läuft direkt im Digitalbetrieb: Karte mit allen Stationen im Umkreis, Nachrichten mit Quittung und deine eigene Positionsbake. Dazu kommt ein Packet-Chat, mit dem du dich ganz ohne TNC mit anderen Stationen und Mailboxen verbindest.
Die APRS-Bake sendet mehr als dein Rufzeichen: eigenen Text, DOK, deine QRV-Frequenz, Höhe und einen Statustext. Jedes Gerät bekommt seine eigene Tonstrecke, und die Pegelautomatik gleicht aus, wie weit der Lautstärkeregler am Handfunkgerät gerade aufgedreht ist.
Der Packet-Monitor zeigt jeden AX.25-Rahmen wie ein TNC – auch Knoten- und Mailbox-Verkehr anderer Stationen und lesbare NET/ROM-Knotenlisten. Die Packet-Frequenzen je Band stehen nach Bandplan in einer Auswahlliste, und der Demodulator repariert einzelne Bitfehler – bei schwachen Signalen kommt deutlich mehr an.
🆘 Notfunk
Wenn Strom und Netz ausfallen, zählt jede Meldung. Der Bereich Notfunk verschickt Meldungen, Bilder und Dateien zwischen Leuchttürmen und Leitstelle – über jeden Weg, der gerade funktioniert: Netzwerk, Meshtastic, Packet, ARDOP, VARA, gesicherter Text über PSK, RTTY oder Olivia, KG-STV/SSTV, Quansheng-Datenfunk, Funkruf oder notfalls einen USB-Stick. RigVibe weiß, welche Station wirklich erreichbar ist, quittiert jede Meldung und setzt Dateien geprüft wieder zusammen. Pager im Umkreis alarmierst du mit wenigen Klicks. Alles dazu im eigenen Artikel: RigVibe Notfunk.

📟 Meshtastic, Winlink und Funkruf
Deinen Meshtastic-Knoten bedienst du direkt in RigVibe – im Netzwerk, per USB oder Bluetooth: Nachrichten je Kanal und direkt, alle Knoten mit SNR, Sprüngen und Entfernung, dazu eine Karte.
Winlink für unterwegs: RigVibe verbindet Winlink mit einer Meshtastic-Gruppe deiner Wahl. Neue Post wird dort angekündigt, und mit deinem Handgerät liest und beantwortest du sie mit kurzen Befehlen wie wl liste, wl lies CODE oder wl an DL1ABC Betreff: Text. Nur deine freigegebenen Knoten dürfen das.

Funkruf mit DAPNET: RigVibe empfängt POCSAG-Funkrufe, sendet Rufe über das DAPNET oder selbst über dein Funkgerät oder SDR – und kann sogar als DAPNET-Sender arbeiten, der die Rufe in seinen Zeitschlitzen aussendet. Das Quansheng UV-K1/K5 sendet POCSAG mit der RigVibe-Firmware direkt über seinen Funkchip.
📒 Logbuch, QSL-Karten und Contest
Das Logbuch nimmt deine QSOs auf, wie du arbeitest: direkt aus der Gerätesteuerung, aus WSJT-X oder vom Papierlog: Alte Logbuchseiten tippst du schnell ab – je Zeile ein QSO, Datum, Band, Betriebsart und Rapport übernimmt RigVibe aus der Zeile darüber, und für die Zeit reichen oft die Minuten. Doppelte QSOs und neue Länder siehst du sofort. Ein Hot-Ordner importiert ADIF-Dateien automatisch, zwei RigVibe-Installationen (z. B. Shack-PC und Laptop) gleichen ihre Logbücher ab, und für UKW-Contests gibt es den EDI-Export.

QSL-Karten gestaltest du selbst – mit Hintergrundbild, Texten und einem QR-Code mit den QSO-Daten – und schickst sie per E-Mail oder druckst sie. Eingehende Karten mit QR-Code liest du per Kamera ein, und das QSO ist bestätigt.

Im Contest zeigt RigVibe schon beim Tippen passende Rufzeichen aus der weltweiten Contest-Liste (Super Check Partial), ob eine Station doppelt wäre und welche Multiplikatoren sie bringt. Der Punktestand mit QSO-Rate läuft mit, die F-Tasten geben CQ, Rapport und TU aus – in CW über den Keyer, in SSB über die Sprachspeicher. Zum Schluss geht das Log als Cabrillo-Datei mit Punktzahl raus.
Die Tafel „Was fehlt mir?“ sortiert, was gerade aus dem DX-Cluster und aus WSJT-X hereinkommt, nach dem Nutzen für dein Log: neues Land, neues Band, neue Zone. Und wenn FT8 mal stumm bleibt, prüft „Warum dekodiert nichts?“ Uhrzeit, Frequenz, Betriebsart und Pegel und behebt das Meiste auf Knopfdruck. Für Handfunkgeräte gibt es die Relais in deiner Nähe als fertige CHIRP-Datei.
Für den OV-Abend gibt es die Club-Anzeigetafel: Rangliste der Mitglieder, gemeinsame Ziele, eine Weltkarte der Länder, die der Club gearbeitet hat, und ein Live-Ticker – „neues Land für den Club!“ wird hervorgehoben. Ein RigVibe ist Gastgeber, die anderen melden ihm nur Zahlen, keine Logbücher. Im eigenen Netz findet man sich per Knopfdruck, über das Internet per Portfreigabe oder VPN. Mit Vollbild für den Beamer.

🇩🇪 Für deutsche Stationen
Mit deutschem Rufzeichen blendet RigVibe zusätzliche Funktionen ein: die Rufzeichenliste der Bundesnetzagentur als Callbook (Name, Ort und Klasse ohne Abo), Ausbildungsfunkbetrieb mit druckbarem Nachweis, einen Prüfungstrainer mit allen Fragen der Bundesnetzagentur für die Klassen N, E und A und ein Amateurfunk-Lexikon. DARC-Funktionen erscheinen nur, wenn du in den Optionen „DARC-Mitglied“ anhakst.

🌍 Karten wie aus der Zukunft
Alle Karten zeigen die Erde fotorealistisch in 3D – aus echten NASA-Satellitenbildern: tagsüber die „Blue Marble“ mit Gebirgen und Meeresboden, nachts die Lichter der Städte, dazwischen die leuchtende Graulinie. Die Weltkarte lässt sich zum Globus umschalten und mit der Maus drehen, die Peilkarte zeigt alle Richtungen ab deinem Standort mit leuchtender Antennenkeule, und zur DX-Station läuft ein Lichtpunkt über den Großkreis. Auch Rotor-Anzeige und Satellitenkarte sehen so aus.

Satelliten in Echtzeit: In der Satelliten-Ansicht fliegen alle ausgewählten Satelliten als kleine 3D-Figuren mit Solarflügeln um die Erde – die ISS mit ihrer typischen Form. Bahn und Sichtbereich schweben in echter Flughöhe über dem Globus, und die Erde dreht sich mit dem Satelliten mit. Mit gedrückter Maustaste drehst du sie selbst.

📱 RigVibe auf dem Handy
Eine eigene Handy-Ansicht mit großen Tasten: Frequenz, PTT, Wasserfall, Meshtastic, Winlink, APRS und Logbuch. Über Tailscale erreichst du deine Station auch von unterwegs – eingerichtet mit einem Klick, mit QR-Code zum Scannen.

📨 Und noch mehr
- Winlink – E-Mail über Funk via Telnet, ARDOP, VARA und Packet
- Satelliten mit Doppler- und Rotor-Nachführung
- Rotorsteuerung und Karten
- Erweiterungen (Plugins – Oberfläche, Server, Empfänger-Arten, Rahmen-Schnittstelle für Digitalfunk, eigene Betriebsarten mit Senden und Empfangen, auch als reine Symbole – RigVibe übernimmt Modulation und Demodulation), Oberfläche auf Deutsch und Englisch
- Fenster frei andocken, auf den zweiten Bildschirm ziehen, Layouts speichern
- Automatische Updates – das Programm meldet neue Versionen selbst
- Linux-Server-Paket für den Betrieb als Dienst, z. B. auf einem Heimserver – aktualisiert sich selbst
⬇️ Download
| System | Datei |
|---|---|
| Windows 10/11 | RigVibe-1.6.5-Windows-Setup.exe |
| Mac mit Apple-Chip (M1–M4) | RigVibe-1.6.5-Mac-AppleSilicon.dmg |
| Mac mit Intel-Chip | RigVibe-1.6.5-Mac-Intel.dmg |
| Linux (alle Distributionen) | RigVibe-1.6.5-Linux.AppImage |
| Debian/Ubuntu | rigvibe_1.6.5_amd64.deb |
| Linux-Server (Dienst) | RigVibe-1.6.5-Linux-Server.tar.gz |
- Windows: Bei der Warnung „Unbekannter Herausgeber“ auf „Weitere Informationen“ → „Trotzdem ausführen“ klicken.
- Mac: RigVibe in „Programme“ ziehen und beim ersten Start mit Rechtsklick → „Öffnen“ starten.
- Linux: AppImage ausführbar machen oder das .deb installieren; den Benutzer in die Gruppe
dialoutaufnehmen.
📖 Eine ausführliche Anleitung mit Bildern findest du auf GitHub – English manual ebenfalls. Alle Versionen gibt es unter Releases.
🔓 Kostenlos
RigVibe ist kostenlos. Ab Version 1.4.6 ist es allerdings nicht mehr quelloffen – die Lizenzbedingungen stehen auf GitHub. Die Quelltexte der Versionen bis 1.4.5 bleiben unter der GNU GPL 3 im Release GPL-Quelltexte. Die Nutzung erfolgt ohne Gewährleistung und auf eigene Verantwortung – besonders, wenn RigVibe deinen Sender oder Rotor steuert.
💬 Deine Meinung zählt
Probier RigVibe aus und sag mir, was dir gefällt und was noch fehlt! Am einfachsten direkt im Programm über Hilfe → Feedback / Problem melden – oder hier in den Kommentaren.
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